AUS DER WERKSTATT · C

Warum ich jetzt wieder C lerne

19. September 2026 · Ercan Dogan

Manche Wünsche verschwinden nicht. Sie warten einfach, bis die Zeit dafür gekommen ist.

Ein altes Interesse

Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre interessierte ich mich sehr für die C-Programmierung. Damals beschäftigte ich mich mit Borland C 2.0 und probierte aus, was mit dieser Sprache möglich war.

Es wurde damals kein großes, fertiges Projekt daraus. Das Interesse war aber immer da. Ich wollte verstehen, wie Programme aufgebaut sind und wie aus einzelnen Anweisungen ein funktionierendes Programm entsteht.

Dann kam die SPS-Programmierung

Beruflich führte mein Weg zunächst in die industrielle Automation. Die SPS-Programmierung hat mich ebenfalls sehr interessiert und wurde ein wichtiger Teil meiner Arbeit.

In den Anlagen ging es nicht nur um einzelne Programmzeilen. Man musste den ganzen Prozess verstehen: die Technik, die Abläufe, die Bedienung und die Inbetriebnahme. Aus dieser Verbindung von Elektrotechnik, Verfahrenstechnik und Programmierung entstand mein beruflicher Weg.

Der Wunsch ist zurück

Heute habe ich die Zeit, mich wieder mit C zu beschäftigen. Dabei geht es mir nicht darum, eine alte Lücke schnell zu schließen. Ich möchte C wirklich lernen, Schritt für Schritt und mit eigenen kleinen Projekten.

Die ersten Versuche mit Borland C 2.0 sind lange her. Trotzdem fühlt es sich vertraut an, zu diesem Interesse zurückzukehren. Nur die Perspektive ist heute eine andere: Ich bringe viele Jahre Erfahrung aus der Automatisierung mit und kann neue Programme geduldiger und bewusster entwickeln.

Mit vielen modernen Hochsprachen bin ich nie richtig warm geworden. Auch C++ empfand ich oft als stark von objektorientierten Konzepten geprägt. Wenn Abstraktionen zum Selbstzweck werden, wächst aus einem kleinen Programm schnell ein großer Apparat. Ich arbeite lieber minimalistisch und möglichst nativ – überschaubar, direkt und nah an dem, was der Rechner tatsächlich tut. Genau das fasziniert mich an C.

Und da bin ich

Aus diesem Neuanfang entstehen inzwischen eigene Ideen: kleine C-Programme, GTK-Anwendungen und ein größeres Projekt rund um einen Z80-Simulator mit Entwicklungsumgebung.

Die Werkstatt auf EDS-Code begleitet diesen Weg. Hier möchte ich festhalten, was ich lerne, welche Fragen auftauchen und wie aus einem ersten Versuch nach und nach ein funktionierendes Programm wird.

Der Wunsch aus meiner Jugend ist also wieder da. Diesmal bleibe ich dran.